Buchten im Südosten Mallorcas: welche und wann
Sechs Buchten zwischen Santanyí und ses Salines im Vergleich: welche Sand hat, welche einen Parkplatz, welche Infrastruktur — und zu welcher Uhrzeit.
Zwischen Santanyí und ses Salines liegen — alles in einer halben Autostunde — sechs Badestellen, die auf Fotos austauschbar wirken und in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun haben. Eine hat gar keinen Sand. Eine hat keinen Parkplatz. Eine erreicht man nur nach einer halben Stunde Fußweg über eine Küste ohne einen einzigen Schattenplatz.
Diese Seite sortiert sie nicht von gut nach schlecht, sondern vergleicht sie, damit du die passende für deinen Tag findest. Alle Angaben stammen aus unseren Einzelseiten, und jede nennt ihr Prüfdatum.
Die schnelle Übersicht
| Bucht | Was dich erwartet | Auto |
|---|---|---|
| Caló des Moro | Kaum Sand, sehr voll | Nein |
| Cala s’Almunia | Kein Sand, Fels und escars | Nein |
| S’Amarador | Viel Sand, Infrastruktur | Ja |
| Cala Mondragó | Sand, etwas geschützter | Ja |
| Caló des Borgit | Klein, gar nichts | Nein |
| Es Caragol | Naturbelassen, 30 Min zu Fuß | Nein |
„Auto” heißt: ob du direkt daneben parken kannst. Bei allen anderen ist Laufen eingeplant.
Wenn es um das Foto geht: Caló des Moro
Das ist die Bucht aus Instagram, und sie ist winzig. In Spitzenzeiten kamen bis zu 4.000 Menschen pro Tag, und in der Hochsaison verschwinden schätzungsweise 70 Kilo Sand am Tag.
Es gibt keine Bar, keine Toiletten, keinen Schatten, und der Abstieg ist eine Felstreppe, über weite Strecken ohne Geländer. Mittags im August ist kein Platz, um ein Handtuch auszubreiten.
Passt, wenn: du wirklich früh aufstehst, spät am Nachmittag kommst oder außerhalb der Saison fährst. Passt nicht, wenn: du kleine Kinder, Flipflops oder wenig Zeit dabeihast.
→ Die ausführliche Seite zu Caló des Moro und Cala s’Almunia

Caló des Moro am 21. August 2023 um Viertel vor neun abends: Es sind Leute da, aber es ist Platz.
Wenn nur das Wasser zählt: Cala s’Almunia
Fünf Gehminuten vom Caló des Moro entfernt und komplett ohne Sand: Man steigt vom Fels und über die Stufen neben den steinernen Bootshäusern ins Wasser. Das Wasser ist dasselbe, am Ufer ist deutlich weniger los.
Die Wahl für alle, die schwimmen wollen statt liegen. Bequem ist es nicht.
Mit Kindern oder mit Ansprüchen: Mondragó
Der Naturpark Mondragó hat die beiden einzigen Buchten der Gegend mit viel Sand, eigenem Parkplatz und Infrastruktur: S’Amarador, die größere, und Cala Mondragó, etwas geschützter. Zwischen beiden liegen zehn Gehminuten auf einem Weg durch die Kiefern.
Das Parken kostet 5 € pro Auto in der Saison und ist außerhalb kostenlos. Jede Bucht hat ihren eigenen Parkplatz, und sie sind nicht per Straße verbunden: Man parkt an der einen und geht zur anderen.
Etwas weiter liegt Caló des Borgit, deutlich kleiner und ganz ohne Infrastruktur.
Die Regeln werden hier durchgesetzt: Hunde an der Leine und nicht an den Strand, keine Drohnen, kein Feuer, kein Zelten.

Cala Mondragó am 9. November 2025, am späten Vormittag.
Wenn niemand da sein soll: Es Caragol
Vom Leuchtturm am Cap de ses Salines führt ein Küstenpfad von 1,5 bis 2 km, zu schaffen in etwa 30 Minuten. Am Ende liegt ein weißer Sandstrand ohne ein einziges Gebäude, an dem FKK üblich ist.
Auch dort gibt es nichts: keine Rettungsschwimmer, keine Strandbar, keine Duschen. Und auf der ganzen Strecke keinen Schatten — mittags im Juli und August also keine gute Idee.
Was die Uhrzeit ausmacht
Im Südosten zählt sie mehr als die Wahl der Bucht:
- Vor neun oder zehn Uhr morgens. Im Sommer das einzige verlässliche Zeitfenster für den Caló des Moro und fürs Parken in Mondragó.
- Mittags, Juli bis September. Überall der schlechteste Moment: volle Parkplätze, volle Buchten, kein Schatten.
- Später Nachmittag. Wieder Platz, und deutlich besseres Licht. Unser Foto vom Caló des Moro ist von Viertel vor neun.
Was der Monat ausmacht
Von November bis März ist der Südosten ein anderer Ort: Mondragó ist so gut wie leer, das Parken kostet nichts, und das Parkproblem am Caló des Moro löst sich von selbst.
Der Preis dafür: nichts ist geöffnet — keine Strandbar, keine Infrastruktur am Sand. Wasser und Verpflegung gehören ins Gepäck. Und ja, man kann baden: Das Wasser ist in diesen Monaten nicht so kalt, wie es vom Ufer aussieht.
Außerhalb der Saison sinkt auch die Kurtaxe, um 75 % vom 1. November bis 30. April. Der Winter auf Mallorca ist gleich mehrfach günstiger.
Was auf keinem Foto steht
- Bei vier von sechs gibt es keinerlei Infrastruktur. Wasser, Hut und Essen trägst du selbst hin.
- Die Abstiege sind Fels. Flipflops, schlechte Knie und sehr kleine Kinder passen weder zum Caló des Moro noch zu s’Almunia.
- Das Parken ist der eigentliche Engpass. Nur Mondragó hat geregelte Parkplätze. Sonst: laufen und der Beschilderung vor Ort folgen.
- Der Sand geht an den Menschen mit. Am Caló des Moro steht deshalb eine Bürste, um sich vor dem Aufstieg die Füße zu säubern. Keine Marotte.
Mehr Fotos
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